November 2008

 

Im Inneren der Orgel (2)

 

Wenn Sie in einem Kirchenraum stehen und zur Orgel blicken, dann sehen Sie die Fassade (den „Prospekt“) des Instrumentes, eine Reihe glänzender Pfeifen unterschiedlicher Höhe in harmonischer Anordnung, je nach Instrumententyp in einfachen oder auch reich verzierten und goldgefassten Holzgehäusen. Im Inneren aber sieht das wesentlich lebhafter aus. Eng ineinandergestellt finden Sie da die Stimmen („Register“) der Orgel: Pfeifenreihen aus Holz, aus Metall, offene Pfeifen und solche mit einem Hut, solche mit kleinen Röhrchen im Hut, zylindrische, konische, trompetenförmige, meterhohe und solche mit bloss einigen Millimetern klingender Länge, jede mit ihrem Tonnamen angeschrieben. Alle stehen sie auf hohlen Blöcken (der „Windlade“), von denen sie auf Tastendruck ihre Luft zum Klingen erhalten. Das Bild stammt nicht von der neuen Paulus-Orgel, da diese noch gar nicht soweit ist, sondern von der Truhenorgel in der Pauluskirche, dem Instrument, das nun bis Mitte April dauernd die entfernte grosse Orgel ersetzt.

 

Blick in das Innere der Orgel

 Text und Bild: Ursula Heim